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Filme

In der Zentralbibliothek, der Jugendbücherei und allen Stadtteilbibliotheken können Spielfilme und Kinderfilme auf DVD und Blu-ray ausgeliehen werden.
In der Zentralbibliothek sind die Filme in Raum 5 ausgestellt.

Die Ausleihfrist beträgt 3 Wochen. Die Ausleihmenge ist unbegrenzt. Die Ausleihgebühr beträgt 1,50 € pro DVD/Blu-ray. Eine Verlängerung der Leihfrist ist nicht möglich.


Film-Tipp

von Regina Rink
Film-Cover; © Camino Filmverleih, 2016

Die Ökonomie der Liebe

Manchmal endet die Liebe, aber die Partner müssen noch unter einem Dach leben. Dieser Film spielt in einem idyllischen Haus, welches zu einem Kriegsgebiet geworden ist.
Die Ehe von Marie und Boris scheitert nach 15 Jahren. Sie wohnen in einem ausgebauten Gartenhaus, das sie wunderschön renoviert und eingerichtet haben. Gemeinsam leben sie dort mit ihren beiden neunjährigen Töchtern, Zwillinge. Boris kann sich keine eigene Wohnung leisten und schläft im Arbeitszimmer. Marie hat strenge Regeln aufgestellt, wer sich wann um die Kinder kümmert. Aber Boris bricht diese Regeln ständig. Und natürlich geht es auch um Geld. Das Haus, finanziert von Marie, renoviert von Boris, ist ständiges Streitthema. Die Wertsteigerung durch die Renovierung oder fällige Beträge, die meistens Marie bezahlt. Das übliche Aufrechnen bei einer Trennung eben. Marie kommt aus vermögenden Verhältnissen und arbeitet. Boris ist ein arbeitsloser Architekt, der sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser hält.
Und dazwischen die Mädchen, die unter den Streitereien und Spannungen der Eltern leiden, sie manchmal aber auch ausnutzen.
Es gibt Momente im Film, in dem die Handlung fast unerträglich wird, wie z.B. der abendliche Besuch von gemeinsamen Freunden. Doch dann herrscht auch wieder Harmonie zwischen den Partnern und den Kindern, gemeinsames Spielen und Tanzen. Und sogar eine gemeinsame Nacht, die aber nicht zu einer Versöhnung führt.
„Die Ökonomie der Liebe“ ist ein sehr ruhiger Film, der sich in der Enge des Hauses bewegt, dem Seelengefängnis einer kaputten Beziehung. Über Vergangenes oder über Trennungsgründe gibt es keine Aussage in diesem Film. Man muss sich nicht mit der Schuldfrage auseinandersetzen. Alles spielt in diesem Film eine Rolle, die Kameraführung, die Mutter von Marie, welche die frühere Beständigkeit verkörpert, Dinge und Beziehungen werden repariert und nicht weggeworfen.
Der Film ist anspruchsvoll und sehenswert, fernab von Happy End und Wohlfühlkino.

Medien werden auf  Wunsch an den Standort Ihrer Wahl transportiert.

Veröffentlicht am:   30. 08. 2017